Einheitstreffen 2019

Einheitstreffen 2019 beim Kanu-Club Darmstadt in Erfelden

Voraussichtlich zum letzten Mal trafen sich die Kanuten aus Ost und West gemeinsam am Bootshaus des KCD in Erfelden am Altrhein. Das Treffen, das sich nach der Wende 1989 aufgrund von TID-Freundschaften ab 1990 entwickelte, wurde ab 2005 immer um den Tag der Deutschen Einheit mit einer Paddlerwoche an verschiedenen Gewässern gefeiert. In diesem Jahr kamen Hannelore und Jörg Scheitzel, Jutta und Roland Stolz aus Naumburg; Inge und Hans Goldmund aus Berlin; Marion Lehmann aus Dresden. Ursula und Manfred Brader sowie Irene Noack und Hans Schlenkrich aus Dresden; Bärbel und Dieter Herrmann aus Naumburg konnten wegen Alter bzw. Krankheit nicht kommen. Auch Jürgen Schäfer-Gieße mit Gisela waren erkrankt.

Die Organisatoren Usch und Richard Heinz, waren kräftig unterstützt von Hanni und Heiner Rühl, Helga Beyer, Hanni Krämer, Elfi Lorenz, Christine Kürschner und vielen weiteren helfenden Händen.

Samstag 28.9. reisten die Gäste aus Naumburg und Berlin an, Marion aus Dresden am Mittwoch 2.10.

Sonntag 29.9. war das Bezirksabpaddeln, es ging zu den Wassersportfreunden Guntersblum, an dem auch die Gäste teilnahmen. Dort wurden wir mit Zwiebelkuchen und Federweißem empfangen. Leider war nachmittags starker Regen angesagt, so dass wir bald zurück mussten.

Abends wurden alle mit einem Hessischen Abend entschädigt. Es gab Apfelwein aus dem Odenwald, Bier aus Darmstadt, Handkäs und Kochkäs mit „Musik“, Hausmacher Wurst, dazu Sauerteig-Kümmelbrot. Es saßen mehr als 24 Personen am Tisch und es war ein gelungener Abend.

Montag, 30.9. hatten wir eine Führung über die Darmstädter Mathildenhöhe angemeldet. In Fahrgemeinschaft ging es zunächst nach Griesheim, von dort mit Straßenbahn und Bus zur Mathildenhöhe, dem Darmstädter Zentrum des Jugendstils. Das Wetter meinte es gut mit uns, wir konnten den zweistündigen Rundgang bei Sonnenschein erleben. Die Führerin gab hervorragende Einblicke in die Aufbruchszeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die Gründe, weshalb Großherzog Ernst-Ludwig Künstler und Architekten nach Darmstadt holte, um ein Zentrum des Jugendstils hier zu haben und die Industrie anzukurbeln. Wir konnten ein Künstlerhaus besichtigen und uns von der handwerklichen Qualität überzeugen.

Zum Schluss besichtigten wir noch den Hochzeitsturm, der zu Ehren der Hochzeit des Großherzogs errichtet wurde und mit Jugendstil-Mosaiks und Gemälden ausgestattet ist. Von der obersten Ebene hatten wir einen herrlichen Rundblick über Darmstadt und vom Odenwald bis zum Taunus.

Anschließend gingen wir zum Schloss, aßen im Ratskeller und machten noch einen Spaziergang zum Prinz-Georgs-Garten, in dem kunstvoll Gemüse und andere Pflanzen angebaut werden.

Dienstag, 1.10. war schlechtes Wetter. Trotzdem machten wir die geplante Paddeltour nach Ginsheim mit anschließender Besichtigung der Schiffsmühle. Nur zehn Teilnehmer konnten sich aufraffen. Eine Pause machten wir beim Hofgut Langenau, wo wir auch Jutta und Roland mit dem Rad trafen. Der Aus-und Einstieg erfolgte im Schlamm bei Niedrigwasser, Hans blieb stecken und wurde mit dem Boot umgedrückt, musste sich umziehen.

In Ginsheim besuchten wir die Schiffsmühle und bekamen eine tolle Privatführung. Draußen stürmte und regnete es.

Mittwoch, 2.10. besichtigten wir Mainz. Zunächst fuhren wir per Auto nach Groß-Gerau zum Bahnhof. Mit der Bahn ging's nach Mainz, Bahnhof Römisches Theater, wo uns schon Edith Herber vom DSW Darmstadt erwartete und uns durch Mainz führte. Gleich vom Bahnsteig aus zeigte uns Edith die Reste des Römischen Theaters.

Weiter ging es zum Museum für Antike Schifffahrt. Eine hochinteressante Ausstellung mit Resten römischer Schiffe aus Mainz und vielen Nachbauten sowie viele Hintergrundinformationen. Erstaunlich, welche großen Schiffe die Römer damals auf dem Rhein hatten. Eine Stunde Besichtigung war viel zu kurz!

Weiter ging es mit unserer 18-köpfigen Gruppe durch die Innenstadt zur Besichtigung des Doms.

Anschließend Imbiss im Café am Markt. Danach bei der Römerpassage Besichtigung der unterirdischen Reste des Isistempels. Isis ist eine ägyptische Gottheit, wurde aber von den Römern in dieser Pilgerstätte verehrt. Über den Hauptbahnhof fuhren wir zurück zum Bootshaus. Am Abend hatte der KCD zum Gulaschtopf eingeladen. In großer Runde beschließen wir den Tag.

Donnerstag, Tag der Deutschen Einheit. Am Vormittag trafen wir uns, um auf die Deutschen Einheit anzustoßen. Traditionell eröffnet Jörg aus Naumburg die Ansprachen, wie immer mit Rotkäppchen-Sekt aus Freyburg an der Unstrut. Geschenke werden übergeben und alle versichern, dass wir uns weiterhin zwanglos treffen wollen.

Anschließen wandern wir über den herbstlichen Kühkopf und besuchen das Infozentrum Schatzinsel Kühkopf.

Nachmittags gibt's die traditionelle Kaffeetafel und am Abend beschließen wir den Feiertag in der Altrheinschänke Erfelden.

Freitag, 4.10. ist wieder Regentag, es sollte eigentlich eine Wanderung durch die Niersteiner Weinberge geben. Die Weck, Feischwurst und Woi, die es am Aussichtspunkt geben sollte, lassen wir uns zu Mittag im Bootshaus schmecken. Später wird das Wetter doch besser und wir fahren nach Nierstein. Ein kurzer Aufstieg in die Weinberge und anschließende Einkehr in die Straußwirtschaft Steiger runden den Ausflug ab.
Abends serviert uns Marion noch eine deftige Soljanka.

Samstag, 5.10. reisen die Berliner Inge und Hans, sowie die Naumburger Hannelore und Jörg ab. Der Rest, Jutta und Roland, Marion, Hanni Krämer, Ralf und wir machen noch einen Ausflug an die Bergstraße. Dort besuchen wir das Weinstädtchen Heppenheim und besteigen das Auerbacher Schloss.

Sonntag, 6.10. Abreise Marion aus Dresden, sowie Jutta und Roland aus Naumburg.

Eine schöne Woche geht zu Ende. Wir bedanken uns herzlich bei den Gästen für ihr Kommen und die Geschenke, bei den KCD-Mitgliedern für die tatkräftige Unterstützung und Beteiligung an den Fahrten.

Usch und Richard